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Linienchronik

Vorwort

Die in der Linienchronik aufgeführten Straßen und Plätze sind immer mit ihrem zeitgenössischen Namen genannt. Der Name paßt somit zum vorangesetzten Datum der Linienchronik und Vergleiche mit Fahrplanheften, Netzplänen und historischen Stadtplänen werden dadurch erleichtert. Eine Gegenüberstellung der alten und neuen Straßennamen ist am Ende des Vorworts zu finden.

Umleitungen oder Einstellungen wegen Bauarbeiten oder anderen Gründen werden nur genannt, wenn nach dem Wegfall des Grundes die geänderte Streckenführung beibehalten wurde, wenn die Änderung längere Zeit anhielt oder die Änderung Auswirkungen auf das gesamte Liniennetz hatte.

Als Einstellungsdatum einer Linie wird nicht der letzte Betriebstag genannt, sondern der erste Tag, an dem die Linie nicht mehr verkehrte.

E-Linien werden in dieser Chronik nicht berücksichtigt.

» Alte und neue Straßenbezeichnungen

Im Laufe der Zeit wurden aus verschiedenen Gründen die Verläufe einiger Straßen geändert, Straßen neu geschaffen oder aufgehoben. Sofern dies nicht bereits im oben dargestellten Verzeichnis geschehen ist, soll dies hier kurz erläutert werden.

Auf dem Altstadtmarkt gab es keine Gleisverbindung zwischen den Strecken zum Madamen-weg und nach Ölper. In Richtung Madamenweg führten die Gleise aus der Gördelingerstraße über die Ost- und Südseite und bogen dann in die Straße An der Martinikirche ein. Die Gleise aus Richtung Ölper führten aus der Breiten Straße auf die Nordseite und über die Ostseite in die Brabantstraße. Auf der Ostseite des Altstadtmarktes kreuzten sich die Gleise im spitzen Winkel.

Bis 1960 befand sich Braunschweigs Hauptbahnhof südlich des Friedrich-Wilhelm-Platzes am südlichen Ufer der Oker. Vom Bruchtorwall aus gab es eine Abzweigung, die über eine Brücke führte und auf der östlichen Seite des Bahnhofsgebäudes endete. An fast gleicher Stelle befindet sich heute noch eine Brücke. Das Empfangsgebäude des „alten Bahnhofs“ existiert noch und beherbergt heute eine Bank.

Infolge des Baus des neuen Hauptbahnhofs wurde der damalige Augustplatz, heute John-F.-Kennedy-Platz, extrem verändert. Der südliche Teil des John-F.-Kenndy-Platzes hieß ursprünglich Augusttor. Der eigentliche Augustplatz lag etwa dort, wo heute die nördliche Fahrbahn der Kurt-Schumacher-Straße auf den John-F.-Kennedy-Platz trifft und zog sich bis zur westlichen Randbebauung des heutigen Platzes.

Der ursprüngliche Verlauf der Auguststraße zum John-F.-Kenndy-Platz lag dort, wo sich heute noch die östliche Randbebauung der Auguststraße befindet. So führte die Auguststraße nicht direkt über Augustplatz zum Augusttor, sondern stieß auf das östliche Ende des Augustplatzes. Der gesamte Verkehr mußte also aus Richtung Innenstadt kommend eine Kurve in Richtung Westen auf den Augustplatz nehmen und anschließend in Richtung Süden abbiegen, um zum Augusttor zu gelangen.

Am Radeklint bestand bis Anfang der 1960er Jahre die Straßenverbindung der Celler Straße zwischen Radeklint und Petritorwall noch nicht. Deshalb mußte der Verkehr den Umweg von der Celler Straße über Petritorwall und Am Neuen Petritore zum Radeklint nehmen. Dieser Zichzackkurs war ein Relikt aus der Zeit, als die Stadt noch durch eine Stadtmauer und Stadttore gesichert war. Ähnliche Straßenverläufe finden sich heute noch am Wilhelmitor, am Hohetor, am Wendentor und am Fallersleber Tor, wenn auch in einer einfacheren Form.

Zwischen Radeklint und Bäckerklint bestand ebenfalls bis Anfang der 1960er Jahre eine namenlose Verbindungsstraße.

Der Hagenmarkt wurde im Laufe der Zeit an allen vier Seiten von Straßenbahnen befahren. Um den Streckenverlauf genauer zu dokumentieren, wird in der Linienchronik angegeben, an welcher Seite des Hagenmarkts die jeweilige Straßenbahnlinie verkehrte.

Die Langedammstraße war eine durchgehende Verbindungsstraße zwischen Ackerhof und Damm.

Beim Ausbau der Wolfenbütteler Straße zu einer Autostraße entstand Ende der 1960er Jahre auch das Kreuz Braunschweig Süd. Dadurch wurde die direkte Straßenverbindung Wolfenbütteler Straße – Leipziger Straße unterbrochen und ein Teil der Leipziger Straße zur Sackgasse. Dieser Teil trägt heute den Namen Alte Leipziger Straße.

Der Waisenhausdamm entstand erst nach 1945 infolge der starken Zerstörungen in dieser Gegend, um die enge Münzstraße zu entlasten.

Andreas Engelke, Christoph Hase und Andreas Jüttemann